Besuch von Uli von der Stiftung Nord-Süd-Brücken bei unserem Schneidereiprojekt in Nepal
Im August durften wir einen ganz besonderen Gast in unserem Projekt in Kathmandu begrüßen:
Uli, Programmreferentin für Entwicklungszusammenarbeit bei der Stiftung Nord-Süd-Brücken, hat unser Schneidereiausbildungsprogramm für alleinerziehende Mütter im Balkhu-Slum besucht.
Unsere Partnerin Laxmi und das Team von Fusion Nepal zeigten Uli die laufenden Aktivitäten, neben der Schneidereischule auch den Nachhilfeunterricht für Kinder der alleinerziehenden Frauen. Anschließend zeigte sie ihr den Slum, in dem durch unsere Partnerorganisation Fusion bereits zehn Häuser für Familien gebaut werden konnten – ein Ort, an dem deutlich spürbar wird, wie sehr das Projekt und die damit verbundene Hoffnung auf ein besseres Leben hier gebraucht wird.
Besonders bewegend war der direkte Austausch mit den Frauen aus dem Schneidereikurs. Viele von ihnen erzählten offen von ihren schwierigen Lebensumständen, aber auch von ihrer Hoffnung und Motivation. Eine junge Teilnehmerin berichtete von ihrem schweren Schicksal: Ihr Vater ist verstorben, ihr Bruder im Gefängnis, die Mutter muss auf der Straße betteln, während sie Müll sammelt, um ihre Familie zu unterstützen. Mit leuchtenden Augen sagte sie:
„Jetzt lerne ich. Ich glaube, ich werde bald Geld verdienen und meine Familie unterstützen können.“
Uli war sichtlich berührt von dieser Begegnung und sprach den Frauen ihre Anerkennung und Ermutigung aus.
Die Freude und der Stolz der Frauen waren in der Schneidereiklasse spürbar. Einige Teilnehmerinnen bedankten sich persönlich für die Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen, die ihnen langfristig ein selbstbestimmteres Leben ermöglicht. Uli stellte sich vor, erzählte von ihrer Arbeit und zeigte sich tief beeindruckt von der Energie und dem Engagement, das sowohl die Frauen als auch das Team von Fusion Nepal in das Projekt einbringen.
Wir sind dankbar für diesen Austausch, der erneut gezeigt hat, wie wertvoll die Partnerschaft mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken ist – und wie sehr die Unterstützung dazu beiträgt, das Leben alleinerziehender Mütter und ihrer Familien nachhaltig zu verbessern.
